Produkte von Chateau Ducru-Beaucaillou

Château Ducru-Beaucaillou ist einer der nur wenigen Grands Crus Classés, der seinen Schlossherren als ständiger Wohnsitz dient. Seit über sechzig Jahren ist das Château in Besitz der Familie Borie; heute vertreten durch Madame Jean-Eugène Borie, ihre Tochte Sophie Coiffe und ihren Sohn Bruno Eugène Borie, der zugleich Vorstandvorsitzender der Jean-Eugène Borie S.A. Ist.

 

Die Ursprünge von Château Ducru-Beaucaillou reichen zurück bis ins frühe 18. Jahrhundert, in das Jahr 1720, um genau zu sein. Seinen Namen verdankt der Besitz den schönen, dicken Kieselsteinen (frz. beaux et gros cailloux), die sein Terroir charakterisieren und den Weinen ihre besondere Finesse und Eleganz verleihen. Durch ihre hohe Pflanzdichte, haben die Reben im Laufe der Jahre ein bis zu sechs Meter tiefes Wurzelwerk entwickelt. Bei 10.000 Rebstöcken pro Hektar ist der Konkurrenzdruck enorm. Um an genügend Nährstoffe zu gelangen, sind die Reben gezwungen, immer tiefer in die Erde zu wurzeln. Eine enorme Anstrengung, die sich in der Produktivität des einzelnen Rebstocks deutlich niederschlägt. Die aromatische Qualität und Konzentration dieser geringen Erträge ist dafür umso beeindruckender.

 

Die tief verwurzelten Reben sind zudem widerstandsfähiger gegen Wetterextreme, die deutlich vergrößerte Blattoberfläche pro Hektar erhöht die Fotosyntheseleistung und durch die verbesserte Aufnahme von Regenwasser entsteht ein spezifisches Mikroklima rund um die Traube. Die Weinberge von Ducru-Beaucaillou werden traditionell, nach Parzellen getrennt bewirtschaft, die Ertragsmengen kontrolliert, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf das nötige Minimum reduziert, dabei hier und da auch moderne Methoden integriert (Laubarbeit von Hand, Grünlese im Sommer...), um die Lebensdauer der Rebstöcke zu optimieren. Wie die Größten der großen Médoc Crus Classés, die von Margaux im Süden bis Saint-Estèphe im Norden allesamt nahe der Gironde-Mündung liegen, hat auch Château Ducru-Beaucaillou seinen Platz in dieser perfekten Lage - mit (unverbaubar!) freiem Blick auf den Fluss.

 

Seine Weinberge genießen damit topografisch und geologisch, vor allem aber klimatisch herausragende Bedingungen für die Produktion großer Weine. Denn die unmittelbare Nähe der hier sechs Kilometer breiten Gironde-Mündung hat entscheidenden Einfluss auf das Mikroklima in den Weinbergen: die enormen, von den Gezeiten bewegten Wassermassen fungieren als eine Art Klimaanlage, die extreme Kälte im Winter (und damit die Gefahr von Frost) ebenso wie extreme Hitze im Sommer mildert und durch ihren Einfluss auf die Luftmassen sogar die Gewalt von Gewittern mit Hagelschlag abschwächt. Charakteristisch für die Böden in Saint-Julien ist eine Schicht aus quartärem Garonne-Kies (Günz-Kaltzeit), die von Ost nach West allmählich weniger wird und schließlich im äußersten Westen der Appellation in feinen weißen Kies und äolisches Sediment übergeht.

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